Foto: Joanna Jonientz

»It's not about being the boss. It's about being the leader.«
Mark Rashid


Authentisch Führen

Werden Sie ein »Meister der (menschlichen) Herdenführung«.
Im Job, in der Familie, in Gruppen, im Leben.

Durch soziale, emotionale und nonverbale Intelligenz.

»Führung« ist ein natürliches Prinzip, ohne das Gruppen nicht funktion-
ieren können. Vieles ist über Führung schon gedacht und gesagt worden. Dass Tiere uns Menschen in dieser Hinsicht etwas zeigen können, ist ebenfalls nicht neu. Auch der Gedanke nicht, dass glaubwürdige, visionäre, begeisternde Führung auf Authentizität basiert. Führungs-
persönlichkeiten wie Ghandi, Jesus und Krishnamurti haben es vorgelebt.

Die »Macht der (menschlichen) Herde« ist ein ebenso bekanntes Phänomen, bei der diese Herde meist als leicht manipulierbares Instrument von Demagogen betrachtet wird.

Neu am »Power of the Herd-Programm« von Linda Kohanov ist die Idee die Intelligenz der Herde zu nutzen und Führung als Möglichkeit zur Steigerung der sozialen und emotionalen Intelligenz aller zu verstehen.
In 12 Führungsleitlinien fasst es verbale und nonverbale, emotionale und intuitive Führungsinstrumente und Kommunikationswege, die mit unterschiedlichen Führungsrollen verbunden sind, zusammen.

Führung statt Manipulation

Trainings nach diesen Führungsleitlinien dienen der gezielten Schulung der sozialen, emotionalen und nonverbalen Intelligenz – des »Bauch-
gefühls« und der Intuition. Ein natürlich in uns angelegtes Verständnis von Gemeinschaft und der Möglichkeiten des Zusammenlebens mit gegenseitiger Unterstützung wird vermittelt.

Um das umzusetzen, setzen unsere Trainings die absolute persönliche Bereitschaft zur Selbstreflektion und Offenheit für das authentische Feedback der Pferde voraus.

Die praktischen Übungen umfassen das Training für:

> das Managen von Gefühlen – eigener und der im Team
(unter Menschen oder in Mensch-Tier-Teams oder Gruppen, Familien)

> inspirierende Wege der Motivation zur Entwicklung

> die anderen 90% = nonverbale Kommunikation,
weit über Körperhaltung und Zeichensprache hinaus

> Achtsames Energiemanagement (z.B. durch
Commitment + Crescendo + Immediate positive Feedback)

> Freiwilliges Folgen statt Alphatier-Verhalten und Drohen

> Anwendung von Bestimmtheit und Focussierung
statt raubtierhafter Dominanz

> die Kunst der Grenzsetzung und respektvoller Beziehungen

> Konfliktlösung, als Möglichkeit sich zu entwickeln

> »Consensual Leadership« – situative Führung – mit gegenseitiger Wertschätzung von Fähigkeiten und Loslassen (Delegation, mal anders)

> Emotionales Fitnesstraining

> Führung durch authentisches Verhalten


Lässt sich soziale Intelligenz lernen?

Die Intelligenz der Herde, gibt es das? Und was bedeutet: authentisch führen? Die »Herdenführung« oder Führung von Gruppen beim Menschen wird (ebenso wie bei der Betrachtung von Pferdeherden) in der Regel aus dem Blickwinkel des Alphatieres und der Macht des Stärkeren betrachtet. Die meisten Gedanken über Führung gehen dabei vom raubtierhaften Verhalten des Menschen aus. Davon, dass einer cleverer und stärker und mächtiger ist als die anderen. Dass dieser sein Wissen aggressiv und manipulativ umsetzen kann und muss, weil die Masse (Herde) dumm ist. Vergessen wird dabei, dass der Mensch kein reines Raubtier ist. Und dass die nicht-raubtierhaften Anteile des Menschen eine andere Intelligenz haben, als die des Raubtiers. Diese zu schulen ist Ziel des »Power of the Herd-Programms«.

Die Intelligenz der Herde, was ist das? Und: lässt sich eine Herde von Pferden »ver-führen« und manipulieren?

Die Intelligenz der Herde ist das natürliche Wissen wie man überlebt durch gegenseitigen Support. Pferde wissen darum. Gleichzeitig sind Pferde immer authentisch. Sie sind nicht manipulierbar und manipulieren sich nicht gegenseitig. Sie glauben nicht dem, der ihr Anführer sein WILL. Oder demjenigen, der sie am meisten einschüchtert. Sie vertrauen sich demjenigen an, dem sie die Führung ZUTRAUEN. Und das tun sie, indem sie demjenigen folgen.

Entgegen dem weit verbreiteten Alphatier-Denken ist es nämlich nicht das »Pferd«, das die anderen vom Heu »wegbeisst«, um seine Position zu demonstrieren und den anderen auf seinen Platz zu verweisen, dem sich die »Herde« anschliesst. Es ist das »Pferd«, dem die Herde glaubt, dass es sie beschützt, das gelassen und gut mit neuen Situationen umgehen kann, das andere motivieren und das Team (die Herde) zusammenhalten kann.

Ist das lernbar? Wie können wir Anführer einer menschlichen »Herde« werden?

Archaisches Wissen

Nicht nur Pferde sind dabei gute Lehrer. Weil sie jedem, der mit ihnen umgeht, die aktuellen Führungsqualitäten – authentisch spiegeln und sichtbar machen, wo Lernpotential ist. Wir können auch von Menschen lernen, die heute noch mit natürlicher, authentischer »Führung« verbunden sind. Denn diese existiert bis heute in Nomadenvölkern.

So berichtet eine 1979 veröffentlichte Studie der beiden Wissenschaftler Dale F. Lott und Benjamin L. Hart über ein beeindruckendes Sozialsystem des afrikanischen Nomadenvolks der Fulani mit seinen Rinderherden.
Die Fulani führen ihre frei laufenden Rinderherden durch ein Land ohne Zäune, in dem auch Ackerbau betrieben wird, das also nur begrenzte Ressourcen hat. Das verlangt Führungsqualitäten, die weit über das hinausgehen, was in unseren begrenzten Räumen unter Führung verstanden wird. Da die Fulani dabei weder Ställe, Führstricke oder andere Hilfsmittel nutzen, basiert das Überleben beider Spezies auf einem extrem differenzierten Verständnis von Führung und des Zusammen-
halts der Herde.

Auf dem nicht erst in dieser Studie nachweisbaren Grundgedanken gegenseitigen Supports und jahrzehntelanger Beobachtung des natürlichen Führungsverhaltens in Pferdeherden hat Linda Kohanov 12 Führungsleitlinien einer visionären Form der Führung entwickelt, die der Raubtiermentalität in den Führungsetagen eine entwaffnend neue Führungsform entgegen setzt.

Dazu gehört die Identifikation von 4 immer noch weit verbreiteten »Steinzeit-Mechanismen« der Führung. Oder die Erkenntnis, dass der Dominante und der Führende zwei VERSCHIEDENE Tiere sind. Und dass die Koordination der Herde und der Zusammenhalt durch ein Hormon gesteuert wird, dessen Produktion bewusst angeregt werden kann. Oder dass Menschen, die Meister der Führung werden wollen, außer der raubtierhaften Seite der Führung vier nicht-raubtierhafte Rollen beherrschen müssen. Die des

1 schützenden und motivierenden Dominanten (The Dominant)
2 pflegenden und nährenden Gefährten (The Nurturer/Companion)
3 visionären Führenden (The Leader)
4 achtsamen Überblickenden und Wächters (The Sentinel)

In den Führungstrainings werden diese vier Rollen anhand der 12 Führungsleitlinien trainiert. Um eine neue Balance mit allen raubtierhaften Anlagen, die der Mensch auch hat zu erreichen. Das Training erfolgt unterstützt von Pferden, die die nicht-raubtierhafte Macht verkörpern.

Die mit den Pferden gelernten Techniken dienen auch der persönlichen Weiterentwicklung. Die Führungsinstrumente können praktisch im menschlichen Zusammenleben angewandt werden.

Mehr über die Kunst der Herdenführung finden Sie in Linda Kohanovs Buch »Power of the Herd«.