Foto: Joanna Jonientz

»Wenn du nie ein Tier geliebt hast, ist ein Teil deiner Seele
nicht erwacht.«    Anatole France


Ajaaja

Pferde sind seit Tausenden von Jahren Freunde des Menschen. Sie halfen Menschen sich schneller zu bewegen, ihre Grenzen auszudehnen, »weiter« zu kommen und Schritte zu wagen, die der Mensch ohne sie nie gegangen wäre.

Auch heute kann die Sehnsucht neue Wege zu gehen und sich weiter zu entwickeln, in eine Art inneres »Neuland« führen. An einen »Ort«, an dem wir uns »unerfahren« und verletzlich fühlen. Verletzlich wie in einer Wolke aus Staub, in der alles aufgewirbelt ist und in der man nicht genau sieht, wo es hingeht.

»AJAAJA« ist arabisch, es bedeutet »Staubwolke« und ist der Name eines Seminar- und Coachingzentrums, in dem Araberpferde Menschen helfen, sich auf »Neues« einzulassen, sich zu entwickeln und dabei einen Weg zu mehr Authentizität und innerem Frieden zu finden – basierend auf dem von Linda Kohanov entwickelten Ansatz der EPONAQUEST.

Denn Pferde sind Meister darin, uns auch innerlich auf neuen Wegen zu begleiten. Sie verkörpern gleichzeitig Kraft und Verletzlichkeit. Und ihre emotionale Sensibilität und Wahrnehmungsfähigkeit ist hoch entwickelt, um ihr Überleben in der Natur zu sichern. Als feine und authentische »Spiegel« können sie uns Vieles »zeigen«, das wir brauchen, um uns selbst zu finden.

Die Vollblutaraberstute Zomorroda, geboren in Kairo, brachte mich auf den Weg – mit ihr begann meine Eponaquest, die Suche nach meinem authentischen Sein. Das Foto wurde aufgenommen 2005 in ihrem damaligen Zuhause am Rande der Wüste, am Fuss der Pyramiden von Abusir.

Foto: Joanna Jonientz (zumVergrößern auf das Bild klicken)

Die Menschenbezogenheit
des arabischen Pferdes

Der Mensch wurde aus Staub gemacht. Das arabische Pferd schuf Gott aus dem Südwind. So erzählt die Legende ...

Die Entstehung der arabischen Pferderasse ist eng mit dem Leben der Beduinen verbunden. Die nomadische Lebensform in der Wüste führte zu einer Form des Zusammenlebens, in der Mensch und Pferd aufeinander angewiesen waren, sich schätzten und ergänzten. Sie schliefen in den gleichen Zelten, teilten Gefahren und Freuden, Kriege wie den Frieden. Ihre Kinder wuchsen zusammen auf. Sie unterstützten sich gegenseitig.

Dabei entstand eine Bindung zum Menschen, die einzigartig ist. Bis heute spricht man davon, dass ein Araberpferd »seinen« Menschen braucht. Diese Menschenbezogenheit prägt unsere Coachings, Persönlichkeits-, Führungs- und Beziehungstrainings.

In traumhafter Landschaft – hoch über dem Rheintal liegt die Heimat des Seminarzentrums Ajaaja: im Vollblutaraber-Gestüt »Kauber Platte«, einem der schönsten Arabergestüte Deutschlands.

Foto: Volker Ehrhardt (zum Vergrößern auf das Bild klicken)

Gestüt Kauber Platte

In direkter Nachbarschaft des sagenumwobenen Felsens der Loreley ist es Philosophie des Gestüts durch die sorgfältige Zucht des ägyptischen Vollblutarabers hier – mitten im Weltkulturerbe am Rhein – das Wesen des »Trinkers der Lüfte« mit all seinen edlen Eigenschaften zu erhalten: der Härte und Ausdauer, die durch das Überleben in der Wüste in seinen Genen liegt, dem großen Menschenbezug, dem Temperament seiner Bewegungen gepaart mit einer einzigartigen Sanftheit, Sensibilität und der Schönheit seines ganzen Wesens.

Die vier Gründerstuten des Gestüts stammten aus dem legendären Zentrum der ägyptischen Vollblutaraberzucht: El Zahraa. Ihre Blutlininen bestimmen bis heute die besondere Qualität der arabischen Pferde, die hier geboren werden.

Durch die einzigartige Lage des Gestüts inmitten großartiger Natur und beeindruckender Wälder in luftiger Höhe und faszinierender Weite hat
die »Kauber Platte« den Charakter einer Insel und bietet einen ebenso befreienden wie kraftvollen Rahmen für neue Lebenserfahrungen mit Pferden.

Mehr über die Kauber Platte: www.kauber-platte.de

Das Vollblutarabergestüt »Kauber Platte« züchtet Pferde, die für ihre sportliche Qualität und großartige Bewegungen ebenso berühmt sind, wie für ihre edle Schönheit. Am beeindruckendsten für mich ist das Wesen dieser sanftmütigen Pferde, in deren Augen die Weisheit der uralten Rasse des Wüstenarabers sichtbar ist.

Foto: Volker Ehrhardt