Foto: Joanna Jonientz

»Dankbarkeit ist der erste Schritt zur Sanftheit.«    Mark Rashid


»Reise zur Sanftheit 2018«

Geeignet für Pferdemenschen, die sich nach einem sanften Weg mit Pferden sehnen. Oder als weiterführende Inspiration für diejenigen,
die die Sanftheit selbst schon praktizieren.

Eine Workshop-Reihe aus 6 Ein-Tages-Workshops.

Jeweils an einem Feiertag, Samstag oder Sonntag – geplant:
10. Mai (Himmelfahrt), 10. Juni, 15. Juli, 11. August, 9. September,
7. Oktober 2018


Viele Menschen, die mit Pferden umgehen, suchen nach einer sanften Verbindung. Einem individuellen Weg. Einem, der ohne Einschüchterung auskommt. Der wegführt von der Idee des »Rechts des Stärkeren« und vom Grundgedanken, dass derjenige, der führt, das Alphatier und der Boss sein muss. Oder sie haben zumindest die Frage, ob denn ein solcher Weg möglich ist.

In der Workshopreihe »REISE ZUR SANFTHEIT« gehen wir diesen Weg und folgen dabei 24 Leitlinien, die einen sanften Umgang mit Pferden beschreiben. Es ist kein Konditionierungsweg. Sondern einer, der es jedem Menschen ermöglicht seinen eigenen Weg mit dem Pferd zu finden. Wir nutzen Gedanken und Übungen von Linda Kohanov und verbinden sie mit Mark Rashids Inhalten aus »Journey to Softness« (dts: Pferde sanft führen). Darin beschreibt er, wie er das, was er wusste und gelernt hatte, verlassen musste, und dabei auch bemerkte, dass eine Sanftheit in den Händen nicht der Anfang ist, sondern die Sanftheit des Herzens. Im Umgang mit dem Pferd beobachtete er, während er sich selbst zur Sanftheit hin entwickelte, wie stark die Pferde darauf reagierten. Nicht nur ihr Blick wurde sanfter, sie wurden offener und Dinge wurden möglich, die er auf anderen Wegen nicht erreichen konnte.

Entscheidend ist also das »Zuhören«, Beobachten, »Nicht-Tun«, Nicht-Urteilen und statt dessen in der aktuellen Situation individuell MIT dem Pferd sein, ohne vorgefertigte Lösungswege, die funktionieren müssen. Das erwartet von uns Offenheit und Phantasie. Ideen, wie wir mit Situationen umgehen, da Pferde ebenso einzigartige Wesen sind wie wir, mit unterschiedlichen Geschichten und Bedürfnissen.

Parallel hinterfragen wir uns selbst, unsere eigenen Geschichten, die das Pferd uns spiegeln könnte, beschäftigen uns mit der Wirkung unseres Körpers auf den Körper des Pferdes. Die Erstarrung eines Muskels, eine Atemlosigkeit, die wir selbst nicht bemerken, nimmt das Pferd als Information. Und wir fragen uns: kann man mit dem Gegenteil arbeiten? Und wenn ja, wie?

Zusätzlich nutzen wir Vorschläge und Erkenntnisse von Carolyn Resnick darüber, was es bedeutet, das Pferd zuerst Kontakt aufnehmen zu lassen. Oder über die Synchronisation der Bewegung, die zur Synchronisation des Interesses werden muss, um zur Harmonie zu gelangen. Und Ihre Feststellung, dass die Erlaubnis des »No-Faktors« eine der wichtigsten Voraussetzungen für Vertrauen darstellt. usw.

Das Ziel ist also nicht, etwas anzutrainieren, sondern es geht in erster Linie darum etwas zu verstehen. Es werden eine Haltung und die nötigen Grundlagen für die Sanftheit und Individualität des Weges mit dem Pferd vermittelt.

Denn Freundschaft entsteht immer durch authentische Kommunikation zwischen zwei Lebewesen, für die beide wirklich offen sind. Das heißt, dass  beide eine Meinung haben dürfen und sollen, dass beide ein Recht auf persönlichen Raum und eigene Grenzen haben, die beide respektieren.

Sanftheit als Lebenseinstellung

Mark Rashid betont, Sanftheit sei eine Lebenseinstellung von großer Kraft. Und dass wir nicht zum Pferd gehen könne, um sanft zu sein. Und dann zurück ins Leben kehren um so weiterzumachen wie bisher. Erst dann entwickelt sich, was zunächst wie ein Widerspruch erscheint – die Kraft der Sanftheit. Sie entfaltet sich auf unserer Reise als Erlebnis und unvergessliche Erfahrung.

Der Schlüssel zur Sanftheit

Dankbarkeit, Güte und Freundlichkeit – auch mit uns selbst. Und dem Leben.

Unsere gemeinsamer, sanfter Weg wird geprägt sein von der Sanftheit,
die von innen kommt. Von emotionaler Sanftheit, die körperliche Sanftheit möglich macht. Von gegenseitigem Anerkennen, Wert-

schätzung, Zuhören, dem Mut einmal kein »Kontrollfreak« zu sein, Vertrauen in sich selbst. Und in das Pferd.

Wir beginnen damit, dass wir z.B. das Nicht-Tun praktizieren. Feines Beobachten. Genaues Wahrnehmen. Und dass wir Alles, was wir machen
mit der kleinstmöglichen Muskelkraft tun. Wir entschleunigen ... und entdecken uns, die Pferde, Bewegung, den Körper, Stille, die Sinne, Sinnvolles – das Leben – neu.

Und wir drehen unseren Blickwinkel um. Von unserem Wunsch nach Kontrolle und dem, was Alles nicht funktioniert, wenden wir den Blick auf das, was gut geht. Um z.B. zu spüren, wie schön es sein kann, sich zu freuen und stolz auf das zu sein, was wir erreichen konnten. Wir probieren aus dankbar zu sein. Und lernen die unglaubliche, sanfte Kraft kennen, die sich daraus entwickelt.

Unser sanfter Weg mit Pferden basiert auf achtsamem Support, Gefühlen und Verhalten als Information, Authentizität als Basis für Vertrauen, Achtsamkeit mit gegenseitigen Grenzen (auch denen des Pferdes) zur Vertiefung unserer Beziehungen, Empathie, Wertschätzung von Unsicherheit und Verletzbarkeit, Neugier, freudiger Motivation, innerer Klarheit, Sychnronizität, Improvisation und mehr.

Veranstaltungsort: Ajaajazentrum, Kauber Platte
Uhrzeiten: jeweils 9.30h bis ca. 17.00h

Kosten auf Anfrage.

Teil der Workshopreihe ist die Begleitung des Prozesses zwischen den Workshops (telefonisch oder per Email).

Mehr Informationen und Anmeldung unter: oder 069 - 98 67 04 76 (wird auf Handy umgeleitet).